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Stradivari Quartett

Stradivari Quartett

Nach nicht weniger als dem Optimum strebt das Stradivari Quartett bei seinem Spiel, gleich den Ansprüchen ihres Namenspatrons beim Instrumentenbau. Stradivari stellt im Quartett mit der „Aurea“ von 1715 in den Händen des Primarius und dem um 2 Jahre jüngeren Cello „Suggia“ sozusagen den Rahmen. Ergänzt werden diese Instrumente durch die Violine „Ex-Wannamaker Hart“ von G.B. Guadagnini aus dem Jahr 1767 und eine Viola aus der Werkstatt von Hendrick Willems von 1690.

Vereint sich der Klang der Instrumente aus Italien und Belgien aufs Feinste, so harmoniert ebenso das Spiel der Musiker mit den Nationalitäten Schweiz, China und Polen. Weltweit hat sich das Stradivari Quartett seit seiner Gründung 2007 einen hervorragenden Ruf erspielt – bei Konzerten und bei seinem Markenzeichen, den StradivariFESTEN. Stets in engem Kontakt mit seinem Publikum, das dem Ensemble als treue „Fangemeinschaft“ teils begeistert hinterher reist, ist für das Quartett gemeinsames Erleben im Konzert und „drum herum“ zentral: Musik- und Kulturbegeisterung auf höchstem Niveau – in Zürich, Hamburg, Cremona und diversen anderen Orten.

Ohne Frage zählt das Stradivari Quartett zu den interessantesten Ensembles unserer Zeit. Alle Musiker sind neben dem Quartettspiel zusätzlich anderweitig künstlerisch engagiert. Rund 40 Konzerte pro Jahr gibt das Stradivari Quartett in der Schweiz und in aller Welt, gastierte u.a. in der Wigmore Hall London, der Philharmonie Berlin, dem Konzerthaus Wien, der Elbphilharmonie Hamburg, sowie dem Metropolitan Museum New York, der Kioi Hall Tokyo, der Shanghai Oriental Hall, dem National Center for Performing Arts Beijing, dem dem Seoul Arts Center. Einladungen zu den bedeutenden Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musikfestival, dem Rubinstein Piano Festival in Lodz, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, und dem Stradivari-Festival in Cremona bilden weitere Höhepunkte.

Das Stradivari Quartett verfügt über ein breites Repertoire, doch konzentrieren sich die Musiker daneben zunehmend auf große Zyklen, die sie jeweils – meist über eine Saison – einem Komponisten widmen. Diese besondere Fokussierung ermöglicht eine außergewöhnliche Intensität. So bietet das Quartett in der Saison 2017/2018 eine Schubert-Rundreise um den heimatlichen Zürichsee mit 7 Konzerten, in denen der Wiener Komponist mit verschiedenen Facetten, weit über das Streichquartett hinaus im Blickpunkt steht. Es sind auch hier nicht einfach Konzerte, sondern durchdachte Feste, die Komponisten, Musiker und Publikum zu einer Einheit zusammenführen. Ganz im künstlerischen Sinne des Stradivari Quartetts, dem bekanntlich unerreichbaren Optimum so nah wie möglich zu kommen.

Text: Ludwig Hartmann